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Franz Tieber, geb. 1955, Blogger (Lyrik u. a., bspw. Aphoristik, Fotografie, Grafik, Brettspiele-Autor). Wien, Austria

Kein Schwert führt Er - He does not Wield a Sword

Und ein Tag wird sein, an dem das Licht der Sonne
alle Knoten wird beleuchten, die uns fesseln;
Und es wird ein König kommen mit behenden Fingern,
sie zu lösen. Kein Schwert führt Er,
Sein Lächeln nur auf Seinen Lippen.

 

And a day will be with the bright sun
shedding light on the knots which chained us long;
And a king will come with nimble fingers
to dissipate the snarls. He does not wield a sword,
His smile solely is playing in his lips.

Zu Tschaikowskys Cherubinischem Lobgesang

YouTube, “Tchaikovsky - Hymn of the Cherubim”:

Unterschiedliche Interpretationen kann man genügend viele finden:

Der in höchstem Maß gottfeierliche Cherubinische Lobgesang gehört in seiner Vertonung durch Tschaikowsky zur Gattung der musikalischen Großgeschütze! An der Seite der ruhmreichen Schöpfungen solcher Musik, hat dieser Hymnus seinen Meister insofern gefunden, als er, angereichert mit der ganzen Last der unantastbaren liturgischen Vorgeschichte, einen Künstler findet, der ihm eine neue Robe anmisst.

Und da der Großmeister der russischen Symphonik eben ein Künstler ist und dies gerade als einer, der diese Bezeichnung auch verdient, ist das Ergebnis seiner Arbeit mit diesem Traditionsjuwel bis zu einem gewissen Grad gekünstelt zu nennen, aber doch immer in einem guten Sinn.

Mehr aber ist hervorzuheben, dass die fuchsige Routiniertheit Tschaikowskys es schafft, jenes demutsvolle Sich-Verneigen des Menschen vor Gott durchaus mit einzubringen.

Die Interpretation hin zum genuinen Sitz im Leben dieses Hymnus letztendlich wird aber doch abhängen von jener ontischen Schwere, die die Sänger selber verinnerlicht haben in ihrem lebenslangen Stehen vor Gott.

 

 

Parabel

Ja ja, auf Österreich
ist er mittlerweile bös', der Scheich...

Verlor er doch seine Hadubranda
an ein schnödes Stiegeng'lander.

Solche gibt's in Wien zuhauf,
da rutschen manchmal Kinder d'rauf.

Nun ist die flügge Hadubranda
ja kein Backfisch für's “Umeinander”;
nein, sie ist eine Hummel nur,
die ein Scheich in Wien verlur.

Von seinen ausgefallenen Hobbys
kennen hier verschiedene Lobbys

alle noch nicht, doch dieses ist jetzt klar:
Er züchtet Hummeln, oft sehr rar.

Und einen Namen hat von ihnen jede,
sei er schön, oder auch nur blöde,
wie zum Beispiel Hadubranda,
dessen Trägerin ganz quietschvergnügt,
statt dass sie brav als Hummel fliegt,
da täglich rutscht auf einem G'lander.

TECH WASH

TECH WASCH

ist zwar Denglisch.

Auf Englisch müsste
es meiner Meinung nach
wohl TECH WASH heißen;

aber das ist schon ziemlich
weit entfernt von dem Flughafen,

der bei Wien liegt
und SCHWECHAT heißt.

Vielleicht gibt es einen Reisenden
aus England,
der dort ankommt,

der Legastheniker ist
und den Namen des Flughafens
als TECH WASH liest.

Er ist sonst jedoch
ein inselbegabter Mathematiker.

In seinem Hirn,
wo immer er sich befindet,
was immer er macht,

spielen sich kombinatorische Feuerwerke ab
zwischen den Synapsen

und hat er eines Tages
einmal einen Jaguar,
bringt er diesen

in jene Autowaschanlage am Flughafen,
die in ihrem Programm
den TECH WASH als besonderen Service führt.

Love it!