Zum Muttertag

Wie sehr
freue ich mich schon
auf meine neue Freiheit,
wenn ich meine eigene Wohnung beziehe!

Ich werde selber
die Klopapierrolle wechseln
und den Vorleger vor der Muschel
mit dem Staubsauger
von den Fusseln befreien; vor allem aber
von den langen Haaren.

Wie sehr danke ich dir, Mama,
da du mich
zur Selbstständigkeit erzogen hast; alles
hast du mir damit gegeben.

Den Säugling
hast du in deine Arme genommen
und liebkost.

Damit
hast du mich zur Liebe befreit.
Das Letzte
in der aufopfernden Liebe
war das natürlich noch nicht;

Aber das Erste
für achtzig Jahre -
für hundert vielleicht -
der Liebe zu Gott.

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